Paprika: Angespannte Beschaffungslage durch indischen Produktionsrückgang

Die Beschaffungssituation für gemahlene Paprika (Süß, Rosenscharf, Edelsüß) bleibt angespannt. Indische Produktionsdaten aus Q4 2025 weisen auf einen Rückgang der Anbaufläche von schätzungsweise 30–35% hin, der sich in Preissteigerungen von +5 bis +10% niedergeschlagen hat.

Die spanische Pimentón-Ernte 2026 ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend bewertet; eine Entlastung durch iberische Mengen kann für H2 2026 nicht garantiert werden.

Kennzahl Wert Konfidenz
Indische Anbaufläche Q4 2025 −30 bis −35% MITTEL
Preisimpact aktuell +5 bis +10% MITTEL

Maßnahmenempfehlung: Pufferlager aufbauen; 3–6 Monate Forward-Coverage evaluieren; Bezugsquellen-Split Spanien vs. Indien zur Risikodiversifikation prüfen.

Datenkonfidenz: MITTEL — Grundlage sind indische Q4-2025-Marktdaten; spanische Pimentón-Ernte 2026 noch nicht abschließend bestätigt.


Schwarzer Pfeffer: Beschaffungsfenster für H2 2026

Das Angebot an schwarzem Pfeffer bleibt bis Ende Juli/August 2026 angespannt. Sofern die indischen Monsun-Erntemengen wie erwartet einfließen, zeichnet sich für das zweite Halbjahr 2026 ein mögliches Preis- und Verfügbarkeitserholungsfenster ab.

Dieses Zeitfenster sollte aktiv für den Abschluss von Terminkontrakten genutzt werden, bevor der saisonale Engpass die Spotmarktpreise weiter treibt. Verarbeiter, die bereits unsere Eilmeldung vom 28.05.2026 erhalten haben, sollten die Evaluation von H2-Kontrakten priorisieren.

Kennzahl Status
Angebotslage Angespannt bis Ende Juli/August 2026
Potenzielle Entspannung H2 2026 (abhängig von indischer Monsun-Ernte)

Maßnahmenempfehlung: Terminkontrakte für H2 2026 jetzt evaluieren; Spotmarkt-Exponierung minimieren.

Quelle: IPC (International Pepper Community) Marktdaten; Branchenberichte Q1/Q2 2026.